Gebrauchte Reifen

Gebrauchte Reifen kaufen – Worauf Sie achten sollten

Gebrauchte Reifen sind für viele Autofahrer eine günstige Alternative zu neuen Autoreifen. Damit sich der Kauf lohnt, gibt es vieles zu beachten: Wir informieren Sie über alle wichtigen Punkte beim Kauf von gebrauchten Autoreifen.

Ob Sommer-, Winter- oder Ganz­jah­res­rei­fen: Wenn die alten Rei­fen ersetzt wer­den müs­sen, kom­men für die Neu­an­schaf­fung erheb­li­che Kos­ten auf Auto­fah­rer zu. Aus die­sem Grund den­ken viele Käu­fer dar­über nach, einen gebrauch­ten Satz Rei­fen zu erwer­ben. Beim Kauf von Gebraucht­rei­fen emp­fiehlt es sich aller­dings, ganz genau hin­zu­se­hen – dann gibt es spä­ter keine böse Über­ra­schung.

Kauf von gebrauch­ten Rei­fen: Das Alter spielt eine Rolle

Gebrauchte ReifenEin wich­ti­ger Punkt bei gebrauch­ten Auto­rei­fen ist das Alter: Kau­fen Sie gene­rell keine zu alten Rei­fen. Emp­foh­len wird, Rei­fen idea­ler­weise nach sechs und spä­tes­tens nach acht Jah­ren Benut­zung zu wech­seln. Mit der Zeit ver­här­tet sich das Mate­rial. Das führt dazu, dass kein Grip mehr auf­ge­baut wer­den kann. Das Alter der Rei­fen kön­nen Sie ganz ein­fach an der DOT Num­mer able­sen: Sie besteht aus vier Zif­fern. Die ers­ten bei­den ent­spre­chen der Kalen­der­wo­che und die dritte und vierte Zif­fer dem Jahr, in dem die Auto­rei­fen her­ge­stellt wur­den. Bei Rei­fen mit der Kenn­zeich­nung 0712 liegt das Her­stel­lungs­da­tum also zum Bei­spiel in der sieb­ten Kalen­der­wo­che des Jah­res 2012.

Pro­fil­tiefe beach­ten bei gebrauch­ten Rei­fen

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Fak­tor beim Kauf von gebrauch­ten Rei­fen ist die Pro­fil­tiefe. Bei neuen Rei­fen beträgt sie unge­fähr acht Mil­li­me­ter. Es wird emp­foh­len, Som­mer­rei­fen nicht wei­ter als zwei Mil­li­me­ter und Win­ter­rei­fen nicht wei­ter als vier Mil­li­me­ter abzu­fah­ren. Mes­sen Sie bei gebrauch­ten Rei­fen daher die Pro­fil­tiefe exakt nach. Da die Lauf­flä­chen teil­weise unre­gel­mä­ßig abge­fah­ren sind, sollte die Mes­sung an ver­schie­de­nen Stel­len durch­ge­führt wer­den. Es zählt der klein­ste Wert. Ungleich­mä­ßig­kei­ten in der Abnut­zung sind nicht bedenk­lich – bei einer exak­ten Achs­geo­me­trie und rich­ti­gem Luft­druck glei­chen sie sich mit der Zeit auto­ma­ti­sch an.

Vor­schrifts­mä­ßige Lage­rung der gebrauch­ten Rei­fen

Wich­tig für die Kauf­ent­schei­dung sollte auch die rich­tige Lage­rung der Rei­fen sein. Ob der Rei­fen­satz kor­rekt gela­gert wurde, kön­nen Sie beim Kauf nicht wirk­lich beur­tei­len. Sie soll­ten aller­dings beim Ver­käu­fer nach­fra­gen, wie er die Rei­fen auf­be­wahrt hat. Auto­rei­fen soll­ten immer tro­cken, kühl und dun­kel gela­gert wer­den und nicht in Kon­takt mit Öl oder Ben­zin kom­men.

Rei­fen ohne Felge stellt man senk­recht auf und dreht sie alle paar Wochen um ein Vier­tel. Kom­plette Räder kann man ent­we­der auf­hän­gen oder sta­peln. Bei fal­scher Lage­rung kann eine Unwucht ent­ste­hen – das Aus­wuch­ten der Rei­fen würde zusätz­li­che Koten ver­ur­sa­chen.

Gebrauchte Rei­fen: All­ge­mein­zu­stand beach­ten

Ob gebraucht oder neu: alle Rei­fen soll­ten Sie vor dem Kauf auf Ker­ben, Schnitte und Ver­fär­bun­gen an Lauf­flä­che und Flan­ken unter­su­chen. Außer­dem soll­ten an der Felge keine Rost­stel­len oder Beschä­di­gun­gen zu fin­den sein. Sol­che Feh­ler kön­nen Anzei­chen für ein beschä­dig­tes Innen­le­ben der Rei­fen sein, die durch Schlag­lö­cher oder das Über­fah­ren von Bord­stei­nen ent­ste­hen.