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Euro­pa­wei­ter Blitz­ma­ra­thon: Raser ris­kie­ren das Leben schwä­che­rer Ver­kehrs­teil­neh­mer

Der 24-​​Stunden Blitz­ma­ra­thon star­tet am 16. April um 6:00 Uhr mor­gens. In Nordrhein-​​Westfalen und Rheinland-​​Pfalz endet er auf­grund der Trau­er­feier am 17. April im Köl­ner Dom für die Opfer des Germanwings-​​Flugzeugabsturzes bereits um 24:00 Uhr.

2014 stieg die Zahl der Ver­kehrs­to­ten an

Laut der baden-​​württembergischen Poli­zei stirbt in Deutsch­land alle sie­ben Stun­den ein Mensch bei einem Raser­un­fall. „Vor die­sem Hin­ter­grund ist es umso wich­ti­ger, Auto­fah­rer für die Gefahr von Tem­po­über­schrei­tun­gen zu sen­si­bi­li­sie­ren“, sagt Lars Wage­ner, Vor­sit­zen­der der ACV Geschäfts­lei­tung.

Zu schnel­les Fah­ren gehört immer noch zu der Haupt­ur­sa­che für Unfälle. Der aktu­el­len Unfall­sta­tis­tik nach stieg die Zahl der Ver­kehrs­to­ten erst­mals wie­der an. 2014 star­ben in Deutsch­land 3.368 Per­so­nen (2013: 3.339) bei Ver­kehrs­un­fäl­len. In der Euro­päi­schen Union ver­un­glück­ten im glei­chen Zeit­raum ins­ge­samt 25.700 Men­schen.

Raser gefähr­den schwä­chere Ver­kehrs­teil­neh­mer

Durch Rasen brin­gen Auto­fah­rer nicht nur sich selbst, son­dern auch andere Ver­kehrs­teil­neh­mer in töd­li­che Gefahr“, gibt Wage­ner zu beden­ken. Dabei muss der Tacho nicht erst drei­stel­lige km/​h-​​Angaben errei­chen.

Geschwin­dig­keits­über­schrei­tun­gen kön­nen inner­orts vor allem für Kin­der und ältere Men­schen ris­kant sein. „Kin­der tref­fen nicht an jedem Zebra­strei­fen die rich­tige Ent­schei­dung: ste­hen blei­ben oder über­que­ren. Sie kön­nen Geschwin­dig­kei­ten von her­an­na­hen­den Autos noch nicht zuver­läs­sig ein­schät­zen“, erklärt der ACV Vor­sit­zende. Für Senio­ren wer­den Raser schnell gefähr­lich, da sie durch alters­be­dingte redu­zierte Reak­ti­ons­fä­hig­keit das kom­plexe Ver­kehrs­ge­sche­hen nicht mehr aus­rei­chend erfas­sen kön­nen. Ein­ge­schränk­tes Seh– und Hör­ver­mö­gen erschwe­ren die Ori­en­tie­rung zusätz­lich.

Wie teuer wer­den Tem­po­ver­stöße?

Geschwin­dig­keits­über­schrei­tun­gen bis 10 km/​h kos­ten inner­orts 15 Euro, bis 15 km/​h 25 Euro und bis 20 km/​h 35 Euro. Ab einer Über­schrei­tung von 21 km/​h kommt neben 80 Euro Buß­geld 1 Punkt in Flens­burg dazu.

Tem­po­ver­stöße außer­orts bis 10 km/​h kos­ten 10 Euro, bis 15 km/​h 20 Euro und bis 20 km/​h 30 Euro. Ab einem Ver­stoß von 21 km/​h kommt neben 70 Euro Strafe ein Punkt dazu.

Der ACV Buß­geld­rech­ner gibt schnelle Aus­kunft über Buß­geld, Punkte und Fahr­ver­bot bei Geschwin­dig­keits­ver­stö­ßen.