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Tach­obe­trug im Wan­del

Tach­obe­trug wäh­rend der Fahrt

Die Zukunft von Tach­obe­trug liegt in Tachofil­tern, auch Can Blo­cker genannt, die eine per­ma­nente Mani­pu­la­tion wäh­rend der Fahrt ermög­li­chen“, sagt Stein­hau­sen auf dem Deut­schen Sach­ver­stän­di­gen­tag. Nach­dem die klei­nen Geräte nach Anlei­tung instal­liert wur­den, ist die Bedie­nung kin­der­leicht: „Wäh­rend des nor­ma­len Fahr­be­triebs schal­tet der Fah­rer den Kilo­me­ter­zäh­ler bei akti­vier­tem Tem­po­mat per Knopf­druck aus, das heißt, er hält die Wunsch­ge­schwin­dig­keit und die gefah­rene Stre­cke wird nicht mehr im Weg­stre­cken­zäh­ler auf­ge­nom­men, bis der Fil­ter deak­ti­viert wird“, erklärt Stein­hau­sen. Tachofil­ter kos­ten ab 35 Euro und sind der­zeit in den USA weit ver­brei­tet, über Online­shops aber welt­weit erhält­lich. Damit sind sie die güns­tigste Mög­lich­keit der Tacho­ma­ni­pu­la­tion über­haupt. Wert­stei­ge­run­gen von über 10.000 Euro pro Ober­klas­sen­fahr­zeug kön­nen Viel­fah­rer mit die­ser Methode in nur 3 Jah­ren erzie­len.

Finan­zi­el­ler und sicher­heits­ge­fähr­den­der Betrug am Ver­brau­cher

Die Geschä­dig­ten sind in ers­ter Linie die Ver­brau­cher, die sich der­zeit kaum gegen Tach­obe­trug schüt­zen kön­nen“, sagt Lars Wage­ner vom ACV. Selbst wenn die Mani­pu­la­tion nach­ge­wie­sen wer­den kann, ist es fast unmög­lich zu bewei­sen, wer mani­pu­liert hat. „Bei der Tacho­ma­ni­pu­la­tion geht es um einen finan­zi­el­len Betrug am Ver­brau­cher und um die gefähr­li­che Stre­ckung von Werk­stattin­ter­val­len“, warnt Wage­ner. Sicher­heits­re­le­vante im Fahr­zeug ver­baute Teile wer­den durch feh­lende Werk­statt­be­su­che nicht regel­mä­ßig gewar­tet und auf ihre Funk­tio­na­li­tät geprüft.

Tachofil­ter sind eine Her­aus­for­de­rung für Daten­bänke

Der­zeit wird ein Geset­zes­ent­wurf zur Ein­füh­rung einer bun­des­wei­ten Daten­bank erar­bei­tet, wie die EU-​Richtlinie 2014/​45 vor­sieht. „Um dem Ver­brau­cher end­lich ein Werk­zeug zum Schutz vor Tach­obe­trug in die Hand zu geben, unter­stützt der ACV die Ein­füh­rung einer Daten­bank“, so Wage­ner.

Daten­bänke, in denen regel­mä­ßig Fahr­zeug­da­ten und Kilo­me­ter­stände erfasst wer­den, sind in ande­ren euro­päi­schen Län­dern bereits Norm. In Bel­gien zählt Car-​Pass Chef Michel Peel­man 2014 ins­ge­samt 1.239 neue Fälle von Tach­obe­trug, vor der Ein­füh­rung der Daten­bank kämpfte der Gebraucht­wa­gen­markt mit jähr­lich rund 60.000 Fäl­len.

Wir sehen aber auch, dass die neuen Mani­pu­la­ti­ons­tech­ni­ken eine Daten­bank vor neue Her­aus­for­de­run­gen stel­len“, gibt Wage­ner zu beden­ken und for­dert, mög­li­che Lösungs­an­sätze dafür im Rah­men des nächs­ten Run­den Tischs zum Thema zu erar­bei­ten.

Ver­dacht auf Tach­obe­trug bei Gebraucht­wa­gen­kauf?

Die ein­zige Mög­lich­keit für Ver­brau­cher, sich vor einem Tach­obe­trug zu schüt­zen, ist heute eine Alters­ein­schät­zung des Motors vor dem Gebraucht­wa­gen­kauf, am bes­ten mit einem Ultra­schall­mess­ver­fah­ren. Dabei wer­den die durch die Alte­rung zuneh­men­den Mikro­vi­bra­tio­nen des Motors gemes­sen und so wird die Lauf­leis­tung auf zehn Pro­zent Genau­ig­keit erfasst. Bei der Methode wer­den auch die häu­fi­gen und per­ma­nen­ten Kilo­me­ter­be­ein­flus­sun­gen auf­ge­spürt.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen fin­den Sie hier

Die Initia­tive gegen Tacho­ma­ni­pu­la­tion e.V. hat den kri­mi­nel­len Tacho­dre­hern den Kampf ange­sagt.

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