| Rubrik: Pres­se­mit­tei­lun­gen emp­feh­len

Siche­rer Start in den Motorrad-​Frühling

Zunächst müs­sen sich Auto­fah­rer wie­der an das ver­stärkte Auf­tre­ten der zwei­räd­ri­gen Ver­kehrs­teil­neh­mer gewöh­nen und ihnen erhöhte Auf­merk­sam­keit schen­ken. Der Deut­sche Ver­kehrs­si­cher­heits­rat (DVR) rät: Vor allem beim Abbie­gen und bei Wen­de­ma­nö­vern ist Vor­sicht gebo­ten, damit Zwei­rad­fah­rer nicht über­se­hen wer­den.

Aber auch Motor­rad­fah­rer kön­nen etwas dafür tun, damit sie im Stra­ßen­ver­kehr bes­ser wahr­ge­nom­men wer­den. Der ACV emp­fiehlt moto­ri­sier­ten Zwei­rad­fah­rern, durch Schutz­klei­dung in hel­len Kon­trast­far­ben die Auf­merk­sam­keit ande­rer Ver­kehrs­teil­neh­mer zu erhö­hen.

Von Januar bis Novem­ber 2012 ver­un­glück­ten nach vor­läu­fi­gen Anga­ben des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes weni­ger moto­ri­sierte Zwei­rad­fah­rer als im Vor­jah­res­zeit­raum. 27618 ver­un­glückte Motor­rad­fah­rer und Mit­fah­rer bedeu­ten einen Rück­gang von 2578 (8,5 Pro­zent). Die Zahl der ver­un­glück­ten Fah­rer von Mofas und Mopeds lag in den ers­ten elf Mona­ten des ver­gan­ge­nen Jah­res bei 16698. Hier kam es zu einer Redu­zie­rung 5,6 Pro­zent.

Die Zahl der töd­lich ver­un­glück­ten Motor­rad­fah­rer ist im genann­ten Zeit­raum sogar um 17,2 Pro­zent auf 581 gesun­ken. Dies hängt jedoch auch mit dem lan­gen Win­ter 2012 und der damit kür­ze­ren Zwei­rad­sai­son zusam­men. Der Rück­gang bei den Getö­te­ten zieht sich durch nahezu alle Alters­klas­sen und umfasst auch die unter 18-​Jährigen, die mit Leicht­kraft­rä­dern unter­wegs waren. Allein bei den Bikern ab 65 Jah­ren ist eine Zunahme der töd­lich Ver­un­glück­ten um 25,7 Pro­zent auf 44 Fälle zu ver­zeich­nen. Einen Anstieg gab es auch bei der Anzahl der getö­te­ten Fah­rer von Mofas und Mopeds von 68 auf 88 (29,4 Pro­zent).

Neue Füh­rer­schein­klas­sen

Mit Beginn der neuen Sai­son grei­fen auch Ände­run­gen im Fahr­er­laub­nis­recht, die seit dem 19. Januar 2013 gel­ten. Im Rah­men einer Har­mo­ni­sie­rung des EU-​Rechts wur­den die Zwei­rad­klas­sen teil­weise neu fest­ge­legt: Für Leicht­kraft­rä­der der Klasse A1 (bis 125 ccm und 11 kW) gilt jetzt eine gewichts­be­zo­gene Leis­tungs­be­schrän­kung auf 0,1 kW pro Kilo­gramm, aller­dings nur für die­je­ni­gen Fah­rer, die ihre Fahr­er­laub­nis nach dem 19. Januar erwor­ben haben. Für neue wie für alte Inha­ber der Klasse A1, die noch keine 18 Jahre alt sind, ent­fällt die bis­he­rige Geschwin­dig­keits­be­schrän­kung auf 80 km/​h.

Neu fest­ge­setzt wurde auch die Leis­tungs­grenze für die Ein­stei­ger beim Stu­fen­füh­rer­schein: Wäh­rend Inha­ber der alten Klasse A (beschränkt) bis­her nur Maschi­nen bis 25 kW fah­ren durf­ten, kön­nen jetzt mit der neuen Klasse A2 Motor­rä­der bis 35 kW bewegt wer­den. Hier gilt nun eine Leis­tungs­be­gren­zung von 0,2 kW pro kg Leer­ge­wicht. Dafür erfor­dert der Auf­stieg von der Klasse A2 in die unbe­grenzte Klasse A, der nach frü­hes­tens zwei Jah­ren mög­lich ist, den erneu­ten Besuch einer Fahr­schule sowie eine prak­ti­sche Prü­fung. Dies war bei der alten Rege­lung nicht erfor­der­lich. Inha­ber der Klasse A (beschränkt) erhal­ten auch wei­ter­hin ohne erneute Prü­fung nach zwei Jah­ren die Berech­ti­gung der Klasse A.