| Rubrik: Pres­se­mit­tei­lun­gen emp­feh­len

Sichere Fahrt in den Urlaub

Das Auto ist wei­ter­hin das belieb­teste Ver­kehrs­mit­tel für den Weg in den Urlaub. Die Exper­ten vom TÜV Süd haben einige Tipps zusam­men­ge­stellt, die schon vor dem Start zum Feri­en­ziel beach­tet werde soll­ten.

Licht, Laden, Luft: Man­geln­der Füll­druck ist die häu­figste Ursa­che für Rei­fen­pan­nen. Bei einem voll bela­de­nen Urlaubs­auto kann ein zu wenig auf­ge­pump­ter Rei­fen sogar plat­zen, weil er sich unter der unge­wohn­ten Last sehr stark erwärmt. Vor der Abfahrt des­halb den Luft­druck bei kal­ten Rei­fen auf die Werte für Voll­last erhö­hen. Sie ste­hen in der Betriebs­an­lei­tung und auf einem Auf­kle­ber, der ent­we­der in der Tank­klappe oder an der Innen­seite einer der Türen zu fin­den ist. 0,2 bis 0,3 bar mehr Druck scha­den nicht. Spe­zi­elle Füll­gase erset­zen die Druck­er­hö­hung nicht.

Flüs­sig blei­ben: Vor der lan­gen Tour auf jeden Fall den Stand der Kühl­flüs­sig­keit che­cken, denn die Motor­küh­lung wird vor allem im Stau stark bean­sprucht. Dabei auch einen Blick aufs Motoröl wer­fen. Weil es auch im Urlaub ein­mal reg­nen kann, die Schei­ben­wasch­an­lage nicht ver­nach­läs­si­gen. Spe­zi­elle Addi­tive für den Som­mer, wie zum Bei­spiel der Xtreme Schei­ben­rei­ni­ger 1:100 von Sonax, hel­fen zudem beim Besei­ti­gen von Insek­ten­lei­chen auf der Wind­schutz­scheibe. Für klare Sicht zudem wich­tig: funk­ti­ons­fä­hige Wischer­blät­ter. Hin­ter­las­sen die Schei­ben­wi­scher einen Schmier­film, sollte erst ein­mal über­prüft wer­den, ob Scheibe und Gum­mis wachs– und fett­frei sind. Dazu bei­des mit Alko­hol rei­ni­gen. Schmie­ren die Wischer dann immer noch, ist ein Aus­tausch erfor­der­lich.

Sicht­bar blei­ben: Die Über­prü­fung der Beleuch­tung dau­ert keine zwei Minu­ten. Einige Län­der schrei­ben das Mit­füh­ren von Ersatz­lam­pen vor, und eine gute Idee ist das Sor­ti­ment der wich­tigs­ten Lam­pen und Siche­run­gen an Bord alle­mal. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren haben etli­che neue Lam­pen­ty­pen in Schein­wer­fer, Blin­ker und Schluss­leuch­ten Ein­zug gehal­ten. Im Aus­land sind sie mög­li­cher­weise schwer zu bekom­men, bei­spiels­weise die neue Halogen-​Type H11. Wer mit Anhän­ger ver­reist, sollte auch für ihn Reserve-​Licht an Bord haben. Viele Län­der schrei­ben das Fah­ren mit Licht am Tag vor. Wer sich unsi­cher ist, sollte stets mit ein­ge­schal­te­tem Abblend­licht fah­ren.

Span­nung hal­ten: Zwar gel­ten moderne Blei-​Akkus gene­rell als war­tungs­frei oder war­tungs­arm. Trotz­dem sollte (wenn mög­lich) der Flüs­sig­keits­stand ein­mal im Jahr kon­trol­liert wer­den. Ist er zu nied­rig, hilft destil­lier­tes Was­ser. Hängt der Flüssigkeits¬verlust mit einem defek­ten Gehäuse zusam­men, muss jedoch eine neue Bat­te­rie her. Bei völ­lig war­tungs­freien Akkus sind die Zel­len oft gar nicht mehr zugäng­lich. Ist eine sol­che Bat­te­rie zu schwach, hel­fen nur noch Auf­la­den oder Aus­tausch.

Dran blei­ben: Beson­ders wich­tig ist der kor­rekte Luft­druck bei Wohn­an­hän­gern. Beim Che­cken emp­fiehlt sich ein Blick auf den Zustand der Berei­fung. Sind spröde Stel­len oder Risse vor­han­den, soll­ten die Rei­fen aus­ge­wech­selt wer­den, auch wenn das Pro­fil noch gut ist. Weil Anhän­ger meist nicht so viel fah­ren, errei­chen die Rei­fen sel­ten ihre Ver­schleiß­grenze, son­dern wer­den eher zu alt. Die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung (StVO) schreibt dazu vor: Ist das Gespann für Tempo 100 zuge­las­sen, dür­fen die Pneus nicht älter als sechs Jahre sein.