| Rubrik: Pres­se­mit­tei­lun­gen emp­feh­len

Rote Karte für den Grü­nen Pfeil

Bei Rot an Ampeln nach vor­he­ri­gem Anhal­ten rechts abbie­gen – dies erlaubt die Straßenverkehrs-​​Ordnung (StVO), wenn rechts neben dem roten Licht­zei­chen ein grü­ner Pfeil auf schwar­zem Grund ange­bracht ist. Die Bun­des­an­stalt für Stra­ßen­we­sen (BASt) führt der­zeit in Zusam­men­ar­beit mit ver­schie­de­nen Kom­mu­nen einen Pilot­ver­such durch, um die grund­sätz­li­che Umsetz­bar­keit einer Grün­pfeil­re­ge­lung für den Rad­ver­kehr zu prü­fen. In den Städ­ten Bam­berg, Darm­stadt, Düs­sel­dorf, Köln, Leip­zig, Mün­chen, Müns­ter, Reut­lin­gen und Stutt­gart wer­den des­halb an aus­ge­wähl­ten Kno­ten­punk­ten für die Dauer des Pilot­ver­suchs ent­spre­chende Ver­kehrs­zei­chen ange­bracht.

Der ACV sieht das Pro­jekt kri­tisch. Grund: Unter­su­chun­gen zum grü­nen Pfeil für Auto­fah­rer haben gezeigt, dass etwa zwei Drit­tel nicht wie vor­ge­schrie­ben an der roten Ampel anhal­ten, bevor sie wei­ter­fah­ren. Bei Rad­fah­rern dürfte die­ser Wert noch weit höher sein. So wird der grüne Pfeil kaum Beach­tung im Sinne der StVO fin­den. Für ein sol­ches Pro­jekt die BASt, die betei­ligte TU Dres­den sowie ein wei­te­res exter­nes Unter­neh­men zu beauf­tra­gen heißt unnö­tig Res­sour­cen bin­den und ver­schwen­den. Zudem würde ein grü­ner Pfeil für Rad­fah­rer das Anbrin­gen wei­tere Ver­kehrs­schil­der erfor­dern. Der ACV for­dert hin­ge­gen ein Aus­mis­ten des Schil­der­wal­des, keine Auf­fors­tung.