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Gos­lar dis­ku­tiert über Unfall­ur­sa­che Smart­phone und Senio­ren im Stra­ßen­ver­kehr

Köln, 24.01.2017. „Gutes Seh­ver­mö­gen ist eine Grund­vor­aus­set­zung für die sichere Teil­nahme am Stra­ßen­ver­kehr“, sagt ACV Automobil-​Club Ver­kehr Geschäfts­füh­rer Lars Wage­ner. Nach­las­sende Seh­leis­tung ist vor allem für ältere Ver­kehrs­teil­neh­mer gefähr­lich. Der 55. Ver­kehrs­ge­richts­tag in Gos­lar beschäf­tigt sich in einem Arbeits­kreis mit den mög­li­chen Risi­ken, die von Senio­ren im Stra­ßen­ver­kehr aus­ge­hen.

ACV for­dert ver­bind­li­che Seh­tests für Füh­rer­schein­be­sit­zer

In Deutsch­land wird das Seh­ver­mö­gen, das min­des­tens 70 Pro­zent betra­gen muss, nach dem Füh­rer­schei­ner­werb ein Leben lang nicht erneut getes­tet. Der ACV for­dert daher ver­pflich­tende Seh­tests für alle Füh­rer­schein­be­sit­zer, die im Abstand von 15 Jah­ren an die Ver­län­ge­rung des Füh­rer­scheins gekop­pelt wer­den. Ab 70 Jah­ren soll die Zeit­spanne für den vor­ge­schrie­be­nen Seh­test dann auf fünf Jahre oder weni­ger redu­ziert wer­den, emp­fiehlt der Auto­mo­bil­club.

Unfall­ur­sa­che Smart­phone: mehr Kon­trol­len statt höhe­rer Buß­gel­der

Bei der Dis­kus­sion um die Unfall­ur­sa­che Smart­phone in einem wei­te­ren Arbeits­kreis, for­dert der ACV kon­se­quen­tere Kon­trol­len gegen Smart­pho­nenut­zung am Steuer. „Här­tere Stra­fen hal­ten Auto­fah­rer nicht vom Blick aufs Handy ab“, sagt Wage­ner, statt­des­sen plä­diert der ACV für ver­stärkte poli­zei­li­che Kon­trol­len.

Risi­ko­rei­ches Ver­kehrs­ver­hal­ten wird bewusst in Kauf genom­men

Rund zwei Drit­tel (64 Pro­zent) aller Auto­fah­rer nut­zen ihr Smart­phone bzw. Mobil­te­le­fon zumin­dest hin und wie­der am Steuer. Noch mehr (71 Pro­zent) sehen häu­fig oder sogar sehr häu­fig andere Ver­kehrs­teil­neh­mer, die dies tun. Diese Zah­len spre­chen für eine Nor­ma­li­tät risi­ko­rei­chen Ver­kehrs­ver­hal­tens, das von der Mehr­heit der Auto­fah­rer selbst­kri­tisch zuge­ge­ben wird: 20 Pro­zent füh­len sich bei der eige­nen Smartphone-​Nutzung „sehr stark“, 40 Pro­zent „stark“ abge­lenkt.

Dies besagt die aktu­elle, reprä­sen­ta­tive Umfrage des Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tuts forsa im Auf­trag des ACV Automobil-​Club Ver­kehr und der Deut­schen Ver­kehrs­wacht (DVW).

Die gesamte Forsa-​Umfrage zur Nut­zung von Smartphones/​Mobiltelefonen am Steuer

Gra­fik Han­dy­nut­zung führt durch Ablen­kung zu Fahr­feh­lern

Gra­fik Blind­flug im Stra­ßen­ver­kehr