| Rubrik: Pres­se­mit­tei­lun­gen emp­feh­len

Durch Rad­schnell­wege dem Berufs­ver­kehr ent­kom­men

Der All­ge­meine Deut­sche Fahrrad-​Club (ADFC) begrüßt es, das sich die Ein­sicht lang­sam durch­setzt, dass der, stei­gende Rad­ver­kehrs­an­teil auch mehr Platz, benö­tigt.
„Rad­schnell­wege sind beson­ders geeig­net, Men­schen für Stre­cken von 525 Kilo­me­tern zum Umstieg vom Auto aufs Fahr­rad zu bewe­gen,“ sagt René Filip­pek, stell­ver­tre­ten­der Pres­se­spre­cher des ADFC. Er sieht gro­ßes Poten­zial in den Rou­ten. Die Tras­sen ver­bin­den das Umland mit den Städ­ten und weite ent­fernte Stadt­teile mit­ein­an­der. In ber­gi­gen Gegen­den könn­ten die Stre­cken ent­lang von Flüs­sen und Bahn­tras­sen rea­li­siert wer­den.
In Hin­blick auf die Mach­bar­keits­stu­die seien bei der Pla­nung einige wich­tige Punkte zu berück­sich­ti­gen, so Filip­pek.

Aus­rei­chend breite und ampel­freie Rou­ten

Der ADFC weist dar­auf hin, dass eine durch­ge­hend aus­rei­chende Breite sicher­zu­stel­len sei, damit Rad­fah­rer auch bei gleich­zei­ti­gem Gegen­ver­kehr pro­blem­los über­ho­len könn­ten. Nicht nur durch den anstei­gen­den Anteil von Elek­tro­fahr­rä­dern sind die Geschwin­dig­keits­un­ter­schiede zwi­schen Rad­fah­rern sehr groß. Daher emp­fiehlt es sich, große Kur­ven­ra­dien zu pla­nen sowie eine mög­lichst kreu­zungs– und ampel­freie Ver­kehrs­lei­tung zum Bei­spiel durch Über– oder Unter­füh­run­gen. Zudem for­dert der ADFC die Beleuch­tung der Tras­sen und die zuver­läs­sige Schnee­räu­mung im Win­ter.

Stei­gende Anzahl von Fahr­rad­fah­rern im Stra­ßen­ver­kehr

Rund 34 Mil­lio­nen Bun­des­bür­ger fah­ren täg­lich Rad, Die Zahl der Fahr­rad­fah­rer im Stra­ßen­ver­kehr nimmt seit Jah­ren ste­tig zu. „Um dem mor­gend­li­chen Berufs­ver­kehr zu ent­kom­men, stei­gen vor allem in gro­ßen Städ­ten und Bal­lungs­ge­bie­ten immer mehr Men­schen vom Auto aus Fahr­rad um“, so Lars Wage­ner, Geschäfts­füh­rer des ACV Automobil-​Club Ver­kehr. Der ACV hält eine stär­kere Ein­bin­dung von Fahr­rad­fah­ren in den Stra­ßen­ver­kehr für sinn­voll. Bis die geplan­ten Tras­sen jedoch befahr­bar sind, heißt es „einen lan­gen Atem zu bewei­sen und einen fai­ren und respekt­vol­len Umgang zwi­schen den Nut­zern der ver­schie­de­nen Ver­kehrs­mit­tel an den Tag zu legen “, so Wage­ner wei­ter.

Ein Spre­cher des Minis­te­ri­ums für Bauen, Woh­nen, Stadt­ent­wick­lung und Ver­kehr des Lan­des Nordrhein-​Westfalens bestä­tigt diese Aus­sage hin­sicht­lich der Dauer. Man wolle sich der­zeit auf kei­nen Zeit­punkt fest­le­gen, wann die Fahr­rad­wege fer­tig­ge­stellt sein wer­den. Ver­än­de­run­gen in der Infra­struk­tur bean­spru­chen erwar­tungs­ge­mäß Zeit. Vor allem in Hin­blick dar­auf, dass bei dem Aus­bau unter ande­rem Brü­cken­bau not­wen­dig sei. Wei­ter heißt es aus dem Minis­te­rium, Detail­pla­nun­gen der Rou­ten und die Finan­zie­rungs­frage seien auch noch nicht voll­stän­dig geklärt.
Der ADFC und der ACV unter­stüt­zen den Ansatz der Rad­wege und wün­schen eine sinn­volle, bal­dige Umset­zung der Pro­jekt­kon­zepte der Gewin­ner­städte.