| Rubrik: Pres­se­mit­tei­lun­gen emp­feh­len

Auto-​Frühjahrskur für die Sicher­heit

Der ACV Automobil-​Club Ver­kehr rät daher allen Auto­fah­rern, ihr Fahr­zeug für die kom­mende Früh­jahrs– und Som­mer­sai­son gründ­lich zu che­cken und mög­li­che Schä­den früh­zei­tig zu repa­rie­ren. Die Exper­ten der GTÜ haben dazu prak­ti­sche Tipps zusam­men­ge­stellt, was beim Fit­ness­pro­gramm fürs Fahr­zeug zu beach­ten ist.

Wasch­straße: Das Kom­plett­pro­gramm in einer gepfleg­ten, moder­nen Wasch­an­lage mit Unter­bo­den­wä­sche sorgt für Sau­ber­keit auch an schwer zugäng­li­chen Stel­len, damit nicht Feuch­tig­keit ver­setzt mit Streu­salz dem Rost übers Jahr hin­weg unnö­tig Vor­schub leis­ten. Die Fol­gen sind oft erst Jahre spä­ter zu sehen, dafür umso gra­vie­ren­der, wenn bei der Haupt­un­ter­su­chung Kor­ro­sion an Karos­se­rie und funk­ti­ons­re­le­van­ten Tei­len zu bean­stan­den ist, die bei guter Pflege ver­meid­bar gewe­sen wäre.

Voll­rei­ni­gung für den Motor: Ein Blick unter die Motor­haube zeigt an, wie not­wen­dig nach dem Win­ter eine Motor­wä­sche ist. Dampf­strah­ler sind das Mit­tel der Wahl, deren Wir­kung durch vor­he­ri­ges Ein­sprü­hen des Motors mit Kalt­rei­ni­ger ver­stärkt wird. Eine anschlie­ßende, dau­er­hafte Kon­ser­vie­rung des Motor­raums mit Schutz­wachs wird von vie­len Auto­mo­bil­her­stel­lern emp­foh­len. Aber Vor­sicht. Teure Elek­tro­nik ist in Gefahr, wenn Sie aus zu kur­zer Dis­tanz direkt auf die Teile sprü­hen. Der Funk­ti­ons­aus­fall von Steu­er­ge­rä­ten oder die eben­falls mög­li­che Beschä­di­gung von Schläu­chen und Lei­tun­gen bedeu­ten unmit­tel­bare Betriebs­ge­fahr. Daher soll­ten diese Arbei­ten von einem Fach­mann aus­ge­führt wer­den.

Fel­gen: Vor dem Wasch­gang mit spe­zi­el­lem, säu­re­freiem Rei­ni­ger ein­sprü­hen. Die GTÜ hat zwölf han­dels­üb­li­che Rei­ni­ger getes­tet. Als sehr emp­feh­lens­wert erwies sich das P21S Felgen-​Reiniger Power Gel von Dr. Wack. Die Prü­fer beno­te­ten im Test nicht nur die Rei­ni­gungs­wir­kung der Pro­dukte, son­dern auch deren Mate­ri­al­ver­träg­lich­keit bezüg­lich Metall, Gummi, Poly­car­bo­nat und Ple­xi­glas. Ein wich­ti­ges Kri­te­rium, um nicht mit einer gut gemein­ten Pfle­ge­ak­tion die Sicher­heit des Fahr­zeugs zu beein­träch­ti­gen. Wenn die maschi­nelle Fel­gen­rei­ni­gung ein blitz­blan­kes Ergeb­nis gelie­fert haben sollte, emp­feh­len die Exper­ten Nach­ar­beit von Hand, damit nicht ein­ge­brann­ter Brems­staub auf Dauer nahezu unaus­lösch­li­che Spu­ren auf den Alu-​Rädern hin­ter­lässt.

Innen­raum: Die Rei­ni­gung ist kei­nes­falls nur eine Frage des per­sön­li­chen Sau­ber­keits­be­dürf­nis­ses, son­dern in eini­gen Belan­gen ein ech­tes Sicher­heits­er­for­der­nis. Bei­spiel Schei­ben­rei­ni­gung. Der Dunst, der sich über die Zeit von innen an der Scheibe als homo­gene, gräu­li­che Schicht abla­gert, wird häu­fig „über­se­hen“, trübt aber den Durch­blick und erhöht die Blend­ge­fahr. Zur Früh­jahrs­kur gehört auch die gründ­li­che Rei­ni­gung der Fuß­mat­ten, in denen sich unde­fi­nier­ba­rer Dreck von drau­ßen gesam­melt hat.

Rei­fen: Die Faust­re­gel, Win­ter­rei­fen von „Okto­ber bis Ostern“ zu fah­ren, ist nur bedingt rich­tig. Der Wech­sel auf Som­mer­rei­fen sollte erst erfol­gen, wenn garan­tiert nicht mehr mit Schnee– und Eis­glätte gerech­net wer­den muss. Das ist in Deutsch­land regio­nal sehr unter­schied­lich und manch­mal auch erst nach den Eis­hei­li­gen im Mai der Fall. Ande­rer­seits fährt man mit Win­ter­rei­fen bei Wärme bedeu­tend schlech­ter. Wenn es dann so weit ist, ach­ten Sie beim Wech­sel von Win­ter– auf Som­mer­rä­der auf die Pro­fil­tiefe. Gesetz­lich vor­ge­schrie­ben sind min­des­tens 1,6 mm. Die GTÜ-​Experten emp­feh­len jedoch aus Grün­den der Ver­kehrs­si­cher­heit für Som­mer­rei­fen eine Rest­pro­fil­tiefe von min­des­tens 3 mm.