Bußgeld rote Ampel

Rote Ampel überfahren: Bußgeld bei Rotlichtverstoß

Jährlich werden mehrere hunderttausend rote Ampeln überfahren. Das ist nicht nur eine Gefährdung der Verkehrsteilnehmer, sondern hat in jedem Fall auch ein Bußgeld zur Folge. Lesen Sie hier, mit welchen Strafen Fahrer rechnen müssen.

Auf viel­be­fah­re­nen Stra­ßen und an Kreu­zun­gen wird der Ver­kehr durch Ampeln gere­gelt, da das Über­que­ren für alle Ver­kehrs­teil­neh­mer ohne Ampeln sehr gefähr­lich wäre. Doch Ampeln sol­len den Stra­ßen­ver­kehr nicht nur regu­lie­ren, son­dern auch effek­tiv steu­ern. Sofern die Ver­kehrs­teil­neh­mer sich daran hal­ten, ist der Ver­kehrs­fluss regel­mä­ßig und kon­trol­liert. Wenn eine rote Ampel über­fah­ren wird, kann das den Ver­kehr und alle Betei­lig­ten stark gefähr­den.

Bußgeld rote AmpelStra­fen und Buß­geld beim Über­fah­ren einer roten Ampel

Das Über­fah­ren einer roten Ampel ist ein Ver­stoß gegen die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung. Wer das rote Licht nicht befolgt, muss mit einer ent­spre­chen­den Strafe rech­nen. Im Buß­geld­ka­ta­log kön­nen Fah­rer sich bei Ver­stö­ßen über mög­li­che Stra­fen infor­mie­ren. Mit dem Buß­gel­d­rech­ner gibt es außer­dem die Mög­lich­keit, anhand von Fahr­zeug­typ und Art des Ver­ge­hens die genauen Kon­se­quen­zen zu ermit­teln.

Kommt das Auto hin­ter der Hal­tel­i­nie, aber noch vor dem Gefah­ren­be­reich zum Ste­hen, han­delt es sich nur um einen Hal­tel­i­ni­en­ver­stoß, der mit 10 Euro geahn­det wird. Wenn der Fah­rer jedoch bei Rot in den geschütz­ten Bereich ein­fährt, kommt es dar­auf an, wie lange die Ampel beim Über­fah­ren bereits rot war. Da die Stra­fen unter­schied­lich aus­fal­len, unter­schei­det man zwi­schen einem ein­fa­chen und einem qua­li­fi­zier­ten Rot­licht­ver­stoß.

Ein­fa­cher und qua­li­fi­zier­ter Rot­licht­ver­stoß

Ein ein­fa­cher Rot­licht­ver­stoß liegt vor, wenn die Ampel erst weni­ger als eine Sekunde rot war. Sofern der Stra­ßen­ver­kehr durch das Fah­ren bei Rot nicht gefähr­det wurde, fal­len hier ledig­lich ein Buß­geld von 90 Euro und ein Punkt in Flens­burg an. Hat der Ver­stoß jedoch eine Gefähr­dung oder Sach­be­schä­di­gung zur Folge, muss der Fah­rer bereits mit einem Buß­geld von 200 bzw. 240 Euro, zwei Punk­ten in Flens­burg und einem Monat Fahr­ver­bot rech­nen.

Der qua­li­fi­zierte Rot­licht­ver­stoß ist schon deut­lich schwer­wie­gen­der, da der Fah­rer unauf­merk­sam ist und so eine Gefähr­dung von ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mern oder Fuß­gän­gern ris­kiert. Dabei hat der Fah­rer eine rote Ampel über­fah­ren, die schon län­ger als eine Sekunde in der Rot­phase war. Dem­entspre­chend sind die Stra­fen und Buß­gel­der für die­ses Ver­ge­hen deut­lich höher. Ohne direkte Kon­se­quen­zen muss der Fah­rer bereits 200 Euro Buß­geld zah­len, bei Gefähr­dung und Sach­be­schä­di­gung sogar schon 320 und 360 Euro. In allen drei Fäl­len ist außer­dem mit zwei Punk­ten in Flens­burg und einem Monat Fahr­ver­bot zu rech­nen.

Bei Rot über die Ampel – Ahn­dung als Straf­tat

Ein Rot­licht­ver­stoß kann unter Umstän­den aber nicht nur als Ver­kehrs­ord­nungs­wid­rig­keit, son­dern auch als Straf­tat geahn­det wer­den. Wenn der Fah­rer durch eine beson­ders rück­sichts­lose Fahr­weise auf­ge­fal­len ist und hohe Personen- oder Sach­schä­den ent­stan­den sind, kann eine Ver­ur­tei­lung vor Gericht dro­hen. Laut Straf­ge­setz­buch sind Geld­stra­fen oder Frei­heits­stra­fen bis zu 5 Jah­ren mög­lich.

Kon­trolle an Ampeln

Mit­hilfe ver­schie­de­ner Maß­nah­men wird an Ampeln kon­trol­liert, ob Auto­fah­rer die Licht­si­gnale ein­hal­ten. Teil­weise kon­trol­liert die Poli­zei den Ver­kehr und mel­det Rot­licht­ver­stöße an die Buß­geld­stelle. Außer­dem sind an eini­gen Ampeln Ampel­blit­zer instal­liert, die ein Foto machen, wenn ein Ver­kehrs­teil­neh­mer die rote Ampel über­quert. Zudem zäh­len sie, wie lange die Ampel bereits rot war. Dies dient spä­ter als Beweis, um das Buß­geld zu ermit­teln.

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