Ratgeber alternative Antriebe: So finden Sie das passende Auto

Weni­ger Abgase und Lärm, nied­ri­ge­rer Ver­brauch, güns­ti­gere Kilo­me­ter­kos­ten: Autos mit alter­na­ti­ven Antrie­ben nut­zen Strom, Gas sowie Was­ser­stoff als Ergän­zung oder Ersatz zu Ben­zin und Die­sel. Wir geben einen Über­blick, was die alter­na­ti­ven Antriebe heute schon leis­ten – und was nicht.

Alternative Antriebe KaufberatungSchlechte Luft in den Innen­städ­ten, dro­hende Fahr­ver­bote für Die­sel und ein stei­gen­des Bewusst­sein für kli­ma­freund­li­che Mobi­li­tät: Immer mehr Her­stel­ler set­zen auf Fahr­zeuge mit alter­na­ti­ven Antrie­ben. Noch sind Elek­tro­au­tos, Gas­fahr­zeuge, Hybrid­au­tos oder Was­ser­stoff­fahr­zeuge die Aus­nahme auf den Stra­ßen, doch ihre Zahl nimmt ste­tig zu.

Als Auto­käu­fer haben Sie bei einer Neu­an­schaf­fung die Qual der Wahl: Soll es statt eines Ver­bren­ners mit bewähr­ter Tech­nik und ver­gleichs­weise güns­ti­gen Anschaf­fungs­kos­ten ein inno­va­ti­ves Antriebs­sys­tem mit im Ide­al­fall bes­se­rer Öko­bi­lanz sein? Dann haben Sie meh­rere Mög­lich­kei­ten. Aber nicht für jeden Auto­fah­rer­ty­pen eig­net sich auch jeder Antrieb glei­cher­ma­ßen. Daher soll­ten sich Auto­kun­den vorab infor­mie­ren, wel­cher Antrieb zum eige­nen Fahr­ver­hal­ten passt.

Hier geben wir einen Über­blick über die gän­gigs­ten Auto­ty­pen mit alter­na­ti­ven Antrie­ben.

hinweisTipp

Online-​​Test: Wel­cher alter­na­tive Antrieb passt zu mir?

Wel­che alter­na­tive Antriebs­va­ri­ante sich für Sie loh­nen kann, hängt in ers­ter Linie von Ihren Fahr­ge­wohn­hei­ten, Ihrem Bud­get und Ihrer Bereit­schaft zu Kom­pro­mis­sen ab.

Eine schnelle Ein­schät­zung lie­fert der ACV Drive-​​O-​​Mat: Fin­den Sie nach nur 10 Fra­gen her­aus, wel­cher Antriebs­typ Sie sind. Pro­bie­ren Sie es aus! Hier geht es zum Drive-​​O-​​Mat.

Elek­tro­auto: All­tags­taug­lich für kurze Stre­cken

Elektroauto - Tanken
Aktu­ell gibt es 11.000 öffent­li­che Lade­sta­tio­nen in Deutsch­land.

Die größte Aus­wahl haben Sie bei Autos mit E-​​Motor. Voll­elek­tri­sierte Fahr­zeuge ver­spre­chen umwelt­freund­li­chen Fahr­spaß mit kraft­vol­ler Beschleu­ni­gung aus dem Stand.

Rein elek­tri­sche Mobi­li­tät ver­ur­sacht keine loka­len Emis­sio­nen und Sie fah­ren bei Nut­zung von Öko­strom sau­ber.

Zudem locken steu­er­li­che Vor­teile für Elek­tro­au­tos.

Der vibra­ti­ons– und geräuscharme E-​​Antrieb ver­mit­telt ein ange­neh­mes Fahr­ge­fühl – wären da nicht der Stress mit der begrenz­ten Reich­weite und dem Auf­la­den sowie die höhe­ren Anschaf­fungs­kos­ten.

Was­ser­stoff­auto: Viele Vor­teile, wenige Modelle

Was­ser­stoff­au­tos, also Fahr­zeuge mit Brenn­stoff­zelle, wer­den eben­falls von einem E-​​Motor ange­trie­ben. Statt schwe­rer Bat­te­rien dient Was­ser­stoff im Tank als Ener­gie­quelle. Er wird beim Fah­ren in Strom umge­wan­delt. Als ein­zige lokale Emis­sion ent­steht umwelt­freund­li­cher Was­ser­dampf. Brenn­stoff­zel­len­an­triebe glän­zen mit Reich­wei­ten wie heu­tige Ben­zi­ner. Bei umwelt­freund­li­cher Was­ser­stoff­pro­duk­tion sind Brenn­stoff­zel­len über­dies eine beson­ders nach­hal­tige Antriebs­form. Gegen die Tech­nik spre­chen die noch unzu­rei­chende Wasserstoff-​​Tankinfrastruktur und die hohen Preise der bis­her wenig vor­han­de­nen Modelle.

Gas­auto: Für Viel­fah­rer geeig­net

Nut­zer eines Autos mit Gas­an­trieb ken­nen weder Nach­schub– oder Reich­wei­ten­pro­bleme. Als Kraft­stoff dient kom­pri­mier­tes Erd­gas (CNG – Com­pres­sed Natu­ral Gas) oder Flüs­sig­gas (LPG – Lique­fied Petro­leum Gas). Beide Kraft­stoff­va­ri­an­ten ver­bren­nen sau­be­rer als Ben­zin und Die­sel. CNG-​​Autogas ist zudem dank staat­li­cher Sub­ven­tio­nie­rung ver­gleichs­weise güns­tig. Prak­tisch: In Gas­au­tos ist ein Ben­zin– oder Die­seltank vor­han­den, der die Stre­cke zur nächs­ten Gas­zapf­säule über­brückt.

Hybrid­auto: Lädt sich selbst auf

Benzin-Tanken-Hybrid-Auto
Hybrid Fahr­zeuge wer­den mit Ben­zin oder Die­sel betankt. Eine Steck­do­sen­la­dung ist nicht not­wen­dig.

Bei Hybrid­au­tos oder Voll­hy­bri­den sorgt ein Elek­tro­mo­tor für Schub­kraft, der zusätz­lich zum Ver­bren­nungs­mo­tor unter der Haube steckt.

Der E-​​Motor unter­stützt den Ben­zi­ner oder Die­sel beim Anfah­ren und treibt das Auto auf Kurz­stre­cken mit nied­ri­ger Geschwin­dig­keit elek­trisch an.

Brem­s­en­er­gie, die sonst unge­nutzt bleibt, wird auto­ma­tisch in Strom umge­wan­delt (Reku­pe­ra­tion) und speist die Bat­te­rie. Ums Nach­la­den brau­chen Sie sich nicht selbst zu küm­mern.

Plug-​​in-​​Hybrid: Fle­xi­bel dank Ste­cker und Tank

Autos mit Plug-​​in-​​Hybridantrieb haben zusätz­lich zur Rück­ge­win­nung von Brem­s­en­er­gie auch ein Strom­ka­bel an Bord. Dar­über laden Sie das Fahr­zeug an einer Steck­dose oder Lade­sta­tion auf, damit auch län­gere Stre­cken von bis zu 50 Kilo­me­tern elek­trisch zurück­ge­legt wer­den kön­nen. Ist mal keine Strom­tank­stelle in der Nähe, kön­nen Sie Ben­zin oder Die­sel tan­ken. Gut zu wis­sen: Für Plug-​​in-​​Hybride gibt es einen Umwelt­bo­nus, reine Hybrid­fahr­zeuge wer­den nicht geför­dert.

hinweisTipp

E-​​Roller statt E-​​Auto

Güns­tig in der Anschaf­fung, spar­sam, leise und umwelt­freund­lich: Elektro-​​Roller kön­nen im dich­ten Stadt­ver­kehr eine Alter­na­tive zum Auto sein.