Alkohol am Steuer in der Probezeit

Alkohol am Steuer in der Probezeit

Alkoholkonsum kann für Fahranfänger in der Probezeit gravierende Folgen nach sich ziehen. An welche Regeln junge Fahrer sich halten müssen und welche Konsequenzen ein Verstoß mit sich bringt, erfahren Sie hier.

Wenn Fahr­an­fän­ger die Pra­xis­prü­fung bestan­den und den Füh­rer­schein in der Tasche haben, beginnt eine Pro­be­zeit von zwei Jah­ren. Diese ist im Stra­ßen­ver­kehrs­ge­setz fest­ge­legt und erteilt die erst­ma­lige Fahr­erlaub­nis auf Probe. Da es vor allem Fahr­an­fän­gern noch an Erfah­rung und umfas­sen­der Wahr­neh­mung fehlt, sind sie häu­fi­ger in Unfälle ver­wi­ckelt. Die Pro­be­zeit soll des­we­gen dem hohen Unfall­ri­siko ent­ge­gen­wir­ken und für erhöhte Vor­sicht im Stra­ßen­ver­kehr sor­gen. Ins­be­son­dere Alko­hol­kon­sum ist bei jun­gen Fah­rern eine ernst zu neh­mende Unfall­ur­sa­che. Wer mit Alko­hol am Steuer erwischt wird, muss dem­nach auch in der Pro­be­zeit mit einer Strafe rech­nen.

Alkohol in der Probezeit

Null-Promille-Grenze für Fahr­an­fän­ger

Alko­hol in der Pro­be­zeit ist für junge Auto­fah­rer ver­bo­ten. Seit dem 1. August 2007 gibt es offi­zi­ell die Null-Promille-Grenze, da vor allem Jugend­li­che Alko­hol­kon­sum oft­mals unter­schät­zen. Diese Grenze gilt aber nicht nur für Ver­kehrs­teil­neh­mer in der Pro­be­zeit, son­dern grund­sätz­lich für alle Fah­rer unter 21 Jah­ren, selbst wenn die Pro­be­zeit bereits vor­bei ist. Das Trin­ken vor und wäh­rend der Fahrt ist damit strikt ver­bo­ten. Fah­rer kön­nen Pro­mil­le­gren­zen und Stra­fen für Alko­hol am Steuer und in der Pro­be­zeit jeder­zeit im Buß­geld­ka­ta­log ein­se­hen.

Kon­se­quen­zen bei Alko­hol am Steuer in der Pro­be­zeit

Wenn in der Pro­be­zeit Alko­hol am Steuer fest­ge­stellt wird, kann das für den Fah­rer ern­ste Kon­se­quen­zen haben. Der Alko­hol­kon­sum gilt in der Pro­be­zeit näm­lich als schwer­wie­gen­des Ver­ge­hen. Die­ser Ver­stoß kann dazu füh­ren, dass die Pro­be­zeit von zwei auf vier Jahre ver­län­gert wird. Außer­dem kön­nen ein Buß­geld zwi­schen 200 Euro und 1500 Euro sowie min­des­tens ein Punkt in Flens­burg anfal­len. Zusätz­lich muss der Fah­rer an einem Auf­bau­se­mi­nar teil­neh­men. Wenn es durch Alko­hol in der Pro­be­zeit zu einem Unfall kommt, kann schon bei einer gerin­gen Pro­mil­le­zahl eine medizinisch-psychologische Unter­su­chung (MPU) ange­ord­net wer­den. Bei einem zwei­ten schwer­wie­gen­den Ver­ge­hen in der Pro­be­zeit folgt der Ent­zug der Fahr­erlaub­nis für min­des­tens drei Monate.

Alko­hol am Steuer – die Gefah­ren

Der Kon­sum von Alko­hol hat je nach Aus­maß starke Aus­wir­kun­gen auf den mensch­li­chen Orga­nis­mus. Das kann vor allem im Stra­ßen­ver­kehr gefähr­lich wer­den und eine sin­kende Leis­tungs­fä­hig­keit mit sich brin­gen. So sind Wahr­neh­mung, Reak­ti­ons­zeit, Sehleis­tung und Hör­ver­mö­gen deut­lich ein­ge­schränkt. Schon ab 0,2 Pro­mille wer­den Ent­fer­nun­gen fal­sch ein­ge­schätzt, zum Bei­spiel die Abstände zu ande­ren Fahr­zeu­gen. Auch die Geschwin­dig­keit des eige­nen Fahr­zeugs wird anders wahr­ge­nom­men. Laut Sta­tis­tik ist Alko­hol am Steuer immer noch eine der häu­figs­ten Ursa­chen für Auto­un­fälle.

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