Änderungen 2021: Höhere Spritpreise, Bußgelder & Steuern

Autofahren wird 2021 teurer, auf Pendler und Käufer von E-Autos warten jedoch finanzielle Entlastungen. Außerdem zeichnet sich ein Ende der Hängepartie rund um den neuen Bußgeldkatalog ab. 

Zum Jahreswechsel und im Laufe des Jahres 2021 treten wieder jede Menge neue Regeln rund um das Auto und die Mobilität in Kraft. Vor allem die erhöhten Spritpreise und die erwarteten Änderungen im Bußgeldkatalog dürften viele Menschen betreffen.

Wir zeigen Ihnen kurz und bündig die wichtigsten Änderungen, auf die Sie sich 2021 einstellen sollten.

Höhere Spritpreise

Im neuen Jahr wird Autofahren teurer. Die Spritpreise steigen, für Diesel und Benzin müssen Autofahrer etwa 7 bis 8 Cent pro Liter mehr bezahlen. Hintergrund ist der aus Klimaschutzgründen steigende CO2-Preis für den Emissionshandel im Verkehr. Dazu kommt die Rückkehr zum alten Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent, wodurch die Kosten um weitere rund 3 Cent steigen.

Kfz-Steuern & Pendlerpauschale

Nutzer verbrauchsstarker konventioneller Autos zahlen im kommenden Jahr gleich doppelt drauf. Der CO2-Aufschlag bei der Kfz-Steuer bekommt mehr Gewicht, teurer wird es für neu zugelassene Autos mit mehr als 95 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer. Besitzer eines E-Autos können sich dagegen freuen: Die Kfz-Steuerbefreiung für E-Autos gilt nun für Erstzulassungen bis Ende 2025.

Auch für Pendler gibt es steuerlich 2021 gute Nachrichten: Ab dem 21. Kilometer gibt es mehr Geld, die Pendlerpauschale steigt von 30 auf 35 Cent pro Kilometer – unabhängig vom für den Arbeitsweg genutzten Verkehrsmittel.

Reform des Bußgeldkataloges

Interessant für Autofahrer wird auch das Thema Bußgeld: Bundesregierung und Länder dürften zur Reform des Bußgeldkatalogs endlich einen Kompromiss finden. Die Partner-Anwälte von Klugo, die die Rechtsberatung für ACV Mitglieder durchführen, gehen von „nicht unwesentlichen” Erhöhungen der Bußgeldsätze aus. Auch, weil Autofahrer, die Radler gefährden, härter bestraft werden.

Dagegen wird sich insbesondere die Verhängung eines Fahrverbotes ohne Ausnahme ab 21 km/h inner- und 26 km/h außerorts nach ihrer Einschätzung voraussichtlich nicht durchsetzen. Hintergrund: Weil die StVO-Novelle einen Formfehler enthielt, gelten seit Juli vorübergehend wieder die Regeln des alten Bußgeldkatalogs.

Höhere Strafen für Gaffer

Härter wird der Gesetzgeber ab 1. Januar 2021 gegen Gaffer vorgehen, die bei Unfällen die Rettungsdienste behindern, etwa in dem sie die Rettungsgasse blockieren und damit Leben gefährden. Neben erhöhten saftigen Geldstrafen wird künftig auch das Fotografieren und Filmen von Toten sanktioniert – dann drohen Geldstrafen oder gar Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren.

ACV Mitgliedervorteil

Fahrradschutz für ACV Mitglieder: Noch umfassender

Gute Nachrichten gibt es für alle Fahrer von Fahrrädern, Pedelecs und E-Bikes unter den ACV Mitgliedern: Zum Jahresbeginn 2021 wird kostenlos für alle Mitglieder der Mobilitätsschutz Fahrrad erweitert.  

Dies bedeutet insbesondere die Hinzunahme von mehrspurigen Fahrrädern, etwa Lasten- und Liegeräder, bei denen der ACV seinen Mitgliedern nun bei Panne und Unfall zur Seite steht. Zudem ersetzt der ACV die Kosten für eine Rück- oder Weiterfahrt bis zu 50 Euro, wenn das Fahrrad nach dem Abschleppen in die Werkstatt nicht unmittelbar repariert werden kann. 

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