Fahrradmarkt: Der große E-Bike Test 2016

Leistung und Qualität sind bei einem E-Bike sehr wichtig, deswegen hat Stiftung Warentest verschiedene Pedelecs getestet. Mehr zu den Kriterien und Testergebnissen erfahren Sie hier!

Elektrofahrräder werden bei den Deutschen immer beliebter, denn im Jahr 2015 wurden in Deutschland erstmalig mehr als eine halbe Million E-Bikes verkauft, davon rund 95 Prozent Pedelecs. Wer sich ein Elektrobike anschaffen möchte, sollte auf eine gute Leistung achten, damit sich das Gefährt lohnt. Aus diesem Grund hat Stiftung Warentest in Zusammenarbeit mit dem ADAC 15 Pedelecs mit tiefem Rahmendurchstieg zwischen 900 und 3.300 Euro getestet.

Gütekriterien für ein E-Bike

Um zu ermitteln, wie gut die Pedelecs im Gesamtbild für den Alltagsgebrauch geeignet sind, wurden folgende Kategorien von Experten untersucht:

Fahrverhalten (40%)

Erfahrene Fahrradfahrer, darunter vier Männer und zwei Frauen, haben die E-Bikes im Hinblick auf das Fahrverhalten, Komfort und Wendigkeit beurteilt. Auch das Schalten, das Fahren ohne Motor und die Fahrstabilität spielten dabei eine wesentliche Rolle.

Handhabung (20%)

Da Elektrofahrräder gerade für Einsteiger in der Handhabung etwas kompliziert sein können, wurde hier beurteilt, wie hilfreich und verständnisvoll die Gebrauchsanleitung ist. Auch das Einstellen und Anpassen von einzelnen Fahrradelementen fiel in diese Kategorie, beispielsweise die Sattelposition oder der Ein– und Ausbau des Akkus.

Antrieb (20%)

Hier waren insbesondere die Reichweite in der Stadt und auf dem Land sowie die Ladedauer des Akkus von Bedeutung. Außerdem wurden hier Aspekte wie die Motorunterstützung und die entstehenden Fahrgeräusche berücksichtigt.

Sicherheit und Haltbarkeit (20%)

Hier wurden die Fahrräder einigen Belastungstests unterzogen, um Bruchsicherheit, Verarbeitung und Stabilität zu überprüfen. Wichtig waren auch die Bremsfunktion, das Licht und die funktionale Sicherheit des Akkus selbst. Gerade bei elektrischen Gefährten ist es wichtig, eine Gefährdung des Fahrers auszuschließen.

Schadstoffe (0%)

Zuletzt wurden die Griffe des E-Bikes auf Schadstoffe wie PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und Weichmacher (Phthalate) untersucht.

Die Ergebnisse des Tests für Pedelecs

Im E-Bike Test von Stiftung Warentest schnitten sieben Elektrofahrräder mit „gut“, drei mit „befriedigend“ und fünf sogar mit „mangelhaft“ ab. Es zeigt sich, dass der Preis allein bei einem Pedelec nicht ausschlaggebend ist, denn im Test wurden auch mehrere teure Modelle schlecht beurteilt. Den getesteten Fahrrädern mangelte es insbesondere bei schnellen Fahrten an Stabilität. Auch die Bremsleistung und Brüche an der Sattelstütze haben sich im Ergebnis negativ auf die Wertung ausgewirkt. Die Reichweiten waren im Test jedoch überwiegend positiv und für viele Fahrradfahrer ausreichend. Die meisten Räder schafften mit einer Akkuladung nämlich etwa 60 Kilometer.

MarkeModellModell Preis in €FahrenFahren Antrieb & MotorHandhabung

Sicherheit / Haltbarkeit

ADAC Urteil
FlyerB8.13.3001,71,91,71,81,7
Victoriae-Manufaktur 7.92.7002,12,02,21,72,0
Decathlon/RiversideCity Nexus1.8002,42,12,32,02,2
RaleighDover Impulse 8 HS2.4001,92,32,42,6

2,2

KalkhoffAgattu Impulse 8 HS2.6002,42,32,43,02,5

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