Kleine Gebrauchtwagen für kleines Geld

Bei Kleinwagen geht es nicht um rasantes Design oder pralle PS. Stattdessen passen sie in jede Lücke und sind das perfekte Auto für Stadtbewohner und Fahranfänger. Wir stellen vor: fünf kleine Gebrauchte für schmale Budgets.

Kleinwagen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren – und das ist positiv gemeint: Moderne Minis bieten deutlich mehr Sicherheit, Komfort und Fahrspaß als früher, und manche taugen nicht nur für Kurztrips zum Supermarkt oder ins Büro, sondern auch für längere Strecken. Denn auch in Sachen Ausstattung hat sich bei Kleinwagen in den letzten Jahren einiges getan. Komfortable Fahrwerke und Klimaanlagen sind im kleinsten Marktsegment keine Seltenheit mehr, und die Qualität hat sich ebenfalls deutlich gebessert. Wir stellen vor: fünf besonders empfehlenswerte Vertreter der Kleinwagen, die mit drei Jahren und 50 000 Kilometern auf dem Buckel für rund 5 000 Euro zu haben sind.

VW Up: Neu konzipiert

Im Unterschied zu seinem Vorgänger Fox basiert der VW Up, der kleinste aller Volkswagen, nicht auf einem brasilianischen Billigmodell, sondern wurde von Grund auf neu konzipiert. Wie seine fast baugleichen Schwestermodelle Seat Mii und Skoda Citigo rollt er seit 2012 im slowakischen Bratislava vom Band und überzeugt nicht nur mit seinem originellen Design.

Seine Stärken liegen in der perfekten Raumnutzung, gutem Fahrkomfort dank langem Radstand und der Reduktion aufs Wesentliche. Die manifestiert sich auch im Antrieb: 60 PS aus drei erstaunlich leise laufenden Zylindern reichen für ordentliche Fahrleistungen und schonen die Brieftasche: Bei vernünftiger Fahrweise bleibt der Verbrauch locker unter der 6-Liter-Marke.

Hyundai I10: Flott gestylt

Als 2008 der erste i10 auf den Markt kam, entsprach er noch dem alten Hyundai-Image: Billig zu haben, aber auch billig gemacht. 2013 änderte sich das mit dem Debüt der zweiten Generation fundamental: Der außen wie innen flott gestylte Koreaner überzeugt mit guter Raumökonomie, guter Verarbeitung und vergleichsweise üppiger Ausstattung.

Gute Sitze und vier Türen sind immer dabei, und ab der Trend-Ausstattung sind sogar Parksensoren, ein CD-Radio mit USB-Anschluss, Klimaanlage und Sitzheizung an Bord. Der 67 PS starke Dreizylinder bringt den i10 ordentlich auf Trab, das Fahrverhalten ist tadellos, notorische Schwachstellen sind bislang nicht bekannt. Und sollte mal was sein, ist das mittelfristig auch kein Problem: Fünf Jahre Garantie sind ebenfalls serienmäßig.

Peugeot 208: Weich gefedert

In Paris sieht man ihn an jeder Ecke, bei uns dagegen eher selten, was aber wohl auch an der rundlich-unauffälligen Karosserie liegt. Der seit 2012 gebaute Peugeot 208 verfügt je nach Modell über zwei oder vier Türen und offenbart seinen speziellen Charme eher unter dem Blech.

Ein kleineres Lenkrad und weicher gepolsterte Sitze findet man in keinem anderen Fahrzeug dieser Klasse – und auch das Fahrwerk federt höchst komfortabel. Trotzdem lässt sich der 208 sehr agil und bei entsprechender Motorisierung auch zügig bewegen. Das Basistriebwerk bildet ein sparsamer Dreizylinder mit 68 PS, der im Stadt- und Landstraßenverkehr völlig ausreicht. Auf der Autobahn jedoch geht ihm schnell die Puste aus.

Smart fortwo: Perfekt zum Einparken

Kürzer geht's nicht: Mit gerade mal 2,70 Meter Außenlänge ist der bis 2015 gebaute Smart fortwo der zweiten Generation das ideale Stadtauto. Er hoppelt wieselflink um die Ecken, beansprucht wenig Verkehrs- und Parkraum und bietet erstaunlich viel Platz – allerdings nur für zwei Personen.

Dahinter bleibt nur noch wenig Raum für ein Dreizylinder-Motörchen und kleines Gepäck. Doch der dürfte Singles und Paaren im urbanen Umfeld reichen, denn für längere Ausfahrten empfiehlt sich der Smart ohnehin nicht. Die 61 PS im Heck nerven auf langen Strecken und hohen Geschwindigkeiten ebenso wie das halbautomatisierte, aber ruckelig schaltende Getriebe und der bescheidene Federungskomfort.

Suzuki Swift: Gut motorisiert

„Swift“ heißt zu deutsch flink – und der Name ist hier Programm. Als Einziger in diesem Quintett ist der kleine Suzuki mit einem Vierzylinder bestückt, was sich zwar negativ beim Verbrauch, aber umso positiver auf Leistung und Laufkultur auswirkt. Mit seinen 94 PS ist der in Ungarn gebaute Japaner motorisch gut genug bestückt, um auch mal längere Strecken unter die Räder zu nehmen.

Allzu lärmempfindlich sollten seine Insassen aber nicht sein, denn jenseits von Tempo 140 gibt es ganz schön was auf die Ohren. Im komfortabel bestuhlten und gut verarbeiteten Innenraum wirkt der Swift dafür erwachsener als die Konkurrenz, lässt sich aber genauso spielerisch durch den Stadtverkehr und in knapp bemessenen Parklücken manövrieren.

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