| Rubrik: Neue Mobilität

Län­der ge­fähr­den Ver­kehrs­si­cher­heits­ziel des Bun­des

Das wis­sen­schaft­lich be­glei­tete Län­der­ran­king, das 2013 zum zwei­ten Mal er­scheint, ver­gleicht die Ver­kehrs­po­li­tik al­ler 16 Bun­des­län­der zum Thema nach­hal­tige Mo­bi­li­tät, in­dem es vor­han­dene sta­tis­ti­sche Daten und die ver­kehrs­po­li­ti­schen Wei­chen­stel­lun­gen ver­gleich­bar auf­be­rei­tet. Im Ge­samt­er­geb­nis ran­giert das Flä­chen­land Nordrhein-Westfalen nun im zwei­ten Jahr in Folge an der Spitze des Län­der­ver­gleichs: NRW setzte sich ehr­gei­zige po­li­ti­sche Ziele und er­reicht ge­folgt von Ber­lin und Baden-Württemberg den ers­ten Rang beim Bun­des­län­der­index Mo­bi­li­tät. Schluss­lich­ter im Hin­blick auf „nach­hal­tige Mo­bi­li­tät“ sind Bay­ern und Bran­den­burg.

Bei der Ver­kehrs­si­cher­heit zeige der Bun­des­län­der­index Mo­bi­li­tät, dass 12 Län­der die Zahl ih­rer Ver­kehrs­to­ten nicht deut­lich ge­nug sen­ken konn­ten, sagte der Prä­si­dent des Deut­schen Ver­kehrs­si­cher­heits­ra­tes (DVR), Wal­ter Ei­chen­dorf. In Sach­sen wachse die Zahl der To­ten so­gar seit zwei Jah­ren in Folge. „Le­dig­lich vier Bun­des­län­der er­rei­chen bei den Stra­ßen­ver­kehrs­to­ten den Ziel­kor­ri­dor, den der Bund mit ei­nem an­ge­streb­ten Mi­nus von 40 Pro­zent für den Zeit­raum 2010 bis 2020 vor­ge­ge­ben hat.“ Ei­chen­dorf for­derte die Län­der im Sinne der Si­cher­heits­stra­te­gie Vi­sion Zero zu en­er­gi­schen An­stren­gun­gen auf. „Al­leine kann der Bund das nicht schaf­fen.“ Al­ler­dings müsse auch be­rück­sich­tigt wer­den, dass die Be­din­gun­gen in den Bun­des­län­dern sehr un­ter­schied­lich seien. Au­ßer­dem gebe es in ei­ni­gen Bun­des­län­dern am­bi­tio­nierte Ver­kehrs­si­cher­heits­pro­gramme.

Auch der Ge­schäfts­füh­rer der Al­li­anz pro Schiene, Dirk Flege, lobte, dass im­mer mehr Län­der ihre po­li­ti­sche Ge­stal­tungs­auf­gabe an­näh­men. „Der In­dex ist auf dem bes­ten Weg, sich als ver­kehrs­po­li­ti­sches Mess­in­stru­ment zu eta­blie­ren.“ Flege ver­wies auf das Land Hes­sen, das im Vor­jahr noch die rote La­terne al­ler Bun­des­län­der ge­tra­gen und sich jetzt ins Mit­tel­feld (Rang 9) vor­ge­ar­bei­tet habe. „Fort­schritte gab es in Wies­ba­den vor al­lem bei den po­li­ti­schen Zie­len: beim Flä­chen­ver­brauch und bei den An­stren­gun­gen für den Kli­ma­schutz.“ Auch bei der Mit­tel­ver­wen­dung steht Hes­sen gut da. Als Ne­ga­tiv­bei­spiel nannte Flege die Han­se­stadt Ham­burg, die sich im Ver­gleich zum Vor­jahr von Platz 8 auf Rang 11 ver­schlech­tert habe. „Bei den mo­bi­li­täts­re­le­van­ten Sta­tis­ti­ken schnei­det Ham­burg groß­ar­tig ab, aber der Se­nat bleibt auf der Zie­le­bene vage.“

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